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Die Anforderungen an die Durchführung der Blasenspiegelung (Zystoskopie) sind zunehmend größer geworden. Die Hygieneleitlinien, die von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelt werden, dienen auch in der ambulanten Versorgung als Grundlage und Standard für diese wichtige Krebsuntersuchung. Der dafür zu treibende Aufwand ist jedoch an die Abläufe in Kliniken und Krankenhäusern angepasst. Dort gibt es viele operative Endoskopien, während bei uns in der urologischen Arztpraxis der diagnostische Einsatz des Endoskops im Vordergrund steht. Damit Krankenhäuser den gestiegenen Anforderungen gerecht werden können, erhalten sie inzwischen Förderbeträge im dreistelligen Mio. € Bereich. Die niedergelassenen Urologen gehen hier leer aus.

Höchste hygienische Maßstäbe haben Priorität

Selbstverständlich wollen auch wir die höchsten hygienischen Maßstäbe auch für unsere Patienten in der ambulanten Versorgung. So wie es aktuell und ohne angemessene Vergütung umgesetzt werden soll, können wir dem dafür notwendigen logistischen und personellen Einsatz allerdings nicht gerecht werden.

Wenn sich nichts ändert, wird die Blasenspiegelung möglicherweise von niedergelassenen Urologen in Zukunft nicht mehr als Leistung erbracht werden können. Für unsere Patientinnen und Patienten würde das bedeuten, dass sie diese Untersuchung im Krankenhaus durchführen lassen müssten.

Vom 2. bis zum 13. Dezember keine Blasenspiegelungen

Wir setzen uns dafür ein, dass wir diese wichtige Krebsuntersuchung auch weiterhin für Sie vor Ort in der Praxis durchführen können. Deshalb haben wir an der Protestaktion des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BvDU) teilgenommen und im Zeitraum vom 2. bis zum 13. Dezember keine Blasenspiegelungen durchgeführt.

Der durch die Aktion ausgelöste Druck auf Politik und Selbstverwaltung hat bereits Wirkung gezeigt: Am Mittwoch, den 11. Dezember steht das Anliegen der Urologen beim Bewertungsausschuss in Berlin auf der Agenda.